Die Mitte der Welt
Musical
Buch und Gesangstexte
Niklas Wagner
Musik und Orchestrierung
Sarah Taylor Ellis
Nach dem Roman von Andreas Steinhöfel

Uraufführung
24. Januar 2026
BlackBox | Landestheater Linz
Aufführungsrechte
Bühnenverlag Weitendorf
Hamburg

Ich such dein Licht in der Ferne,
wenn ich die Richtung verlier.
Du bist mein Fluchtpunkt,
alle Linien führ’n mich zu dir.
Pressestimmen
»Dass dieser Abend so unmittelbar berührt, liegt vor allem an der bemerkenswerten Adaptionsleistung von Niklas Wagner. Sein Buch meistert die schwierige Balance, die dichte Atmosphäre des Romans zu bewahren und gleichzeitig eine eigenständige Bühnendramaturgie zu entwickeln. Wagner bricht die Chronologie mutig auf und lässt die kindlichen Versionen von Phil, Dianne und Nicholas als ständige, stumme oder intervenierende Mahner ihrer eigenen Geschichte auftreten. Dieser Kniff verleiht dem Stück eine psychologische Tiefe, die weit über ein klassisches Coming-of-Age-Stück hinausgeht. Es ist ein hochkomplexes Geflecht aus Perspektiven, das Wagner jedoch so präzise ordnet, dass der Zuschauer nie den emotionalen Faden verliert.«
Musicalzentrale
»Der beliebte Roman wird in Linz zum Musical – zu einem richtig guten: schöne Musik, liebenswürdige Charaktere, stimmige Umsetzung. Die Mitte der Welt hat in der BlackBox des Landestheaters Linz eine fulminante Welturaufführung gefeiert. Da steckt Musik drin, haben sich Niklas Wagner und Sarah Taylor Ellis gedacht. Und sie hatten recht.«
Die Presse
»Der Jugendroman Die Mitte der Welt überzeugt auch als Musical: Die Uraufführung in der BlackBox des Musiktheaters holte sich mit guter Musik und brillanten Darstellern viel Beifall.«
Kronen Zeitung
»Begeisterter Applaus nach zweieinhalb ereignisreichen Stunden.«
Online Merker
»Die Auftragsproduktion ist ein berührendes Erlebnis, das die Buntheit von Beziehungen und ihre emotionalen Höhen und Tiefen in zeitloser Allgemeinheit ins Zentrum rückt. Niklas Wagner und Sarah Taylor Ellis haben diesen ›Urwert‹ von Steinhöfels Stoff erkannt und ihn in eine Geschichte ausgekleidet, die von Müttern und Töchtern, Eltern und Kindern, Freunden und Liebenden handelt – und einer großen Lehre, für die man nie zu alt ist: ›Wer liebt, macht sich verletzlich.‹ Der durch die Bank mitreißende Gesang, die Atmosphäre lässt sich beschreiben wie die Musik, die das ›Off-Center Orchestra‹ unter Raban Brunner entfacht: warm, träumerisch, zart, stark, verheißungsvoll. Die Melodien sind Verbündete der jungen Welt. Dank Rückblenden wirkt diese umso stärker.«
Oberösterreichische Nachrichten

»Ein maximal intensives Kammerspiel.«
Crescendo
»Das Buch zur Bühnenversion stammt von Niklas Wagner, der damit sein beachtliches Autorendebüt gibt, kongenial ergänzt durch die wunderbare Musik von Sarah Taylor Ellis. Das Stück ist eine Bereicherung für die Szene und hätte es verdient, von weiteren Häusern in den Spielplan aufgenommen zu werden. Es ist eine Geschichte, die direkt aus dem Leben gegriffen ist – mit all den Problemen pubertierender Teenager, gebrochenen Herzen und tiefen Abgründen. Diese Intensität in einem Musical zu erleben, ist mittlerweile selten und eine berührende Abwechslung zu den derzeit dominierenden Feel-Good-Shows.«
Der Kulturblog
»Geschaffen wurde das Musical von Texter Niklas Wagner und Komponistin Sarah Taylor Ellis, die mit intensiven Dialogen und eindringlichen Songs im Indie-Folk-Stil und im Wechsel aus Rückblenden und aktuellen Szenen den Familienkosmos des Jugendlichen Phil greifbar machen. Was nach einem Jugendstoff anmutet, geht durch die emotionale Tiefe und die existenziellen Fragen, die hier aufgeworfen werden, weit darüber hinaus. Ein maximal intensives Kammerspiel – vom Publikum in der BlackBox mit Standing Ovations gefeiert.«
Crescendo
»Ein lebendiger Musicalabend, der mehr auf Nähe als auf Effekt setzt und seine Stärke aus dem Zusammenspiel eines engagierten Ensembles bezieht. Der anhaltende Applaus am Ende bestätigt diese Wirkung. Wer den Roman kennt, findet zusätzliche Ebenen und Wiedererkennungen, doch auch ohne diese Vorarbeit entfaltet Die Mitte der Welt eine eigentümliche Sogkraft.«
Kulturfeder
»Gut vorstellbar, dass man Phils Geschichte in absehbarer Zeit auch anderswo im deutschsprachigen Raum erleben wird – zu wünschen wäre es ihr.«
Musical Today
»Hervorragend ist die Figurenzeichnung geworden: Sie werden mit ihren Schwächen gezeigt, aber liebevoll und tiefgründig präsentiert. Wir können ihnen in die Herzen schauen. Es ist am Ende keine reine Coming-of-Age-Geschichte geworden, so wie es die Vorlage vermuten lassen würde, sondern eine Geschichte von Identität und zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit leichtem Witz, fast lyrischen Passagen bringt man die Absurdität des Alltags in der ehrgeizigen Inszenierung auf den Punkt.«
Blickpunkt Musical

»Ein Bühnenwunder:
warm, träumerisch, zart, stark, verheißungsvoll.«
OÖ Nachrichten
Produktionen
Landestheater Linz (2026)
Musikalische Leitung · Raban Brunner
Inszenierung · Karoline Gable
Choreografie · Hannah Moana Paul
Bühne und Kostüme · Eleanor Bull
Lichtdesign · Raphaël-Aaron Moss
Dramaturgie · Arne Beeker
Phil · Lukas Sandmann
Dianne · Patrizia Unger
Glass · Sanne Mieloo
Kat · Elvin Karakurt
Nicholas · Fabian Koller
Tereza · Astrid Nowak
Pascal · Lynsey Thurgar
Gable · Christian Fröhlich
Michael · David Rodríguez-Yanez
Kleiner Phil · Antonin Stamm | Dominik Ehlers
Kleine Dianne · Muriel Sophie Nova | Aurelia Naveau
Kleiner Nicholas · Moritz Schmuckermair | Dominik Ehlers
Premiere: 24. Januar 2026
BlackBox Musiktheater
Du warst meine Kriegerin,
doch das kann uns heut
nicht mehr verbinden.
Wir treiben auseinander,
bis wir irgendwann
komplett verschwinden.
Das Versteckspiel im Gras
macht nur dann wirklich Spaß,
wenn du weißt, du kannst
den andern finden.

Musiknummern
AKT I
-
Prolog: Amerika / Die Alte Welt
-
Scherben
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Der weiße Wal
-
Unser Jahr
-
Zephyr I
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Dezembernacht
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Willkommen in Visible
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Kinder des Waldes
-
Der Läufer
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Unser Jahr (Reprise I)
-
Zephyr II
-
Wenn der Sturm sich legt
AKT II
-
Kleiner Käfer
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Aus Liebe
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Nur du / Ich bin da
-
Der Flammenprinz
-
Unser Jahr (Reprise II)
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Fluchtpunkt
-
Ein anderes Leben
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Fluchtpunkt (Reprise)
-
Der Zuschauer
-
Nächstes Jahr
-
Dezembernacht (Reprise)
-
Wann komm ich endlich an?
-
Finale: Die Neue Welt

Foto: Helen Fiona
Auf Spurensuche in einem Roman
Andreas Steinhöfels 1998 erschienener Roman Die Mitte der Welt lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Drückt man das Buch zehn Personen in die Hand, erhält man zehn völlig unterschiedliche Adaptionen.
Worauf legt man bei der Übertragung in ein anderes Medium den Schwerpunkt?
Der Läufer
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Foto: Reinhard Winkler
PHIL
JEDEN DONNERSTAG UM DREI
RAST DU STÜRMISCH UM DEN PLATZ.
JEDEN DONNERSTAG UM DREI
RAST MEIN HERZ UND MACHT ’NEN SATZ.
ICH SCHAU ZU VON DER TRIBÜNE,
BIS ICH ALLES VON DIR WEISS:
JEDEN MUSKEL, JEDES HÄRCHEN,
JEDE LETZTE PERLE SCHWEISS.
DU LÄUFST VORBEI MIT RAUSCHHAFTER SCHNELLE,
ICH SITZE FEST UND TRET AUF DER STELLE.
UND DU LÄUFST IMMER WEITER,
UND DU LÄUFST IMMER WEITER,
UND DU LÄUFST …
(Ein paar Tage später in der Schule: Kat geht auf Phil zu.)
KAT
Wo warst du gestern? Ich habe eine Stunde lang in der Eisdiele gewartet.
PHIL
Ich … habe mich ein bisschen krank gefühlt, da bin ich direkt nach Hause.
KAT
Geht es dir wieder besser?
PHIL
Ja. Ja, ja! Schon viel besser!
KAT
Ich hatte überlegt … Wollen wir vielleicht am Donnerstag nach der Schule ins Schwimmbad?
PHIL
Ich hab schon Tereza und Pascal versprochen, mit ihnen den Keller aufzuräumen. Tut mir leid. Wir holen das nach, okay?
KAT
Okay.
(Kat geht ab. Phil widmet sich wieder seinen Beobachtungen.)
PHIL
JEDEN DONNERSTAG UM DREI
LÄUFST DU LOS WIE AUF DER FLUCHT.
JEDEN DONNERSTAG UM DREI
GEB ICH NACH UND STILL DIE SUCHT.
ICH WILL ALLES VON DIR SPÜREN,
HAUT AN HAUT UND GLÜHEND HEISS:
JEDEN MUSKEL, JEDES HÄRCHEN,
JEDE LETZTE PERLE SCHWEISS.
NACHMITTAGS LÄUFST DU HIER DEINE RUNDEN,
NACHTS LÄUFST DU DURCH MEINE SCHLAFLOSEN STUNDEN.
UND DU LÄUFST IMMER WEITER,
UND DU LÄUFST IMMER WEITER,
UND DU LÄUFST IMMER WEITER
IN MEIN HERZ.

© Philip Brunnader

© Philip Brunnader

© Philip Brunnader

© Philip Brunnader
Szenenfotos: Philip Brunnader, Reinhard Winkler